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    <subtitle type="html">Sven Fockners Blog über Gott und die Welt</subtitle>
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        <published>2010-09-05T12:49:24Z</published>
        <updated>2010-09-05T12:49:24Z</updated>
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                <p>Seit gestern ist meine halbjährliche Kolumne in <a onclick="javascript: pageTracker._trackPageview('/extlink/www.advent-verlag.de/cms/cms/front_content.php?idcat=296&amp;idart=1922');"  href="http://www.advent-verlag.de/cms/cms/front_content.php?idcat=296&idart=1922" target="_blank">"Adventisten heute"</a> veröffentlicht. Diesmal dreht es sich um die Situation der Christenheit und besonders meiner Freikirche im Bezug auf das Geschlechterverhältnis. Ich poste den Text auch hier, damit man Kommentare hinzufügen und diskutieren kann. Einfach auf die rote Zeile hier unten klicken:</p> <br /><a href="http://fockner.net/index.php?/archives/361-Maenner-braucht-das-Land.html#extended">"Männer braucht das Land" vollständig lesen</a>
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        <published>2010-09-03T10:33:10Z</published>
        <updated>2010-09-03T19:45:12Z</updated>
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        <title type="html">Nichts</title>
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                <!-- s9ymdb:244 --><img width='82' height='124' style="float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://fockner.net/uploads/nichts_teller1.jpg" alt="" />Erste Kapitel können täuschen. Nachdem ich auf SPON gelesen hatte, dass Janne Teller mit ihrem Skandaljugendbuch "Nichts: Was im Leben wichtig ist" in Dänemark an machen Schulen auf die schwarze Liste gekomme war, wollte ich natürlich - jetzt wo die deutsche Ausgabe erschienen ist - gleich mal sehen was es damit auf sich hat. In dem Interview war nur zu lesen, dass sie in dem Buch eine nihilistische Weltsicht "vertritt".<br />
<br />
Gestern Abend habe ich das Buch gelesen, was auch gleich heißt: es ist ein Jugendbuch, man kann es in zwei bis drei Stunden lesen. Auch was die Sprache angeht, befindet man sich ganz klar auf der jugendlichen Seite. Im ersten Kapitel kam mir das noch kreativ und witzig vor und ich war beeidruckt von den Sprachbildern. Im Laufe des Buches allerdings empfand ich es dann aber immer mehr als ... well ... egal. Besonders angesichts der Tatsache, dass die Ich-Erzählerin das Geschehen acht Jahre später schildert - zu diesem Zeitpunkt müßte sie also Anfang 20 sein, mutet der Stil etwas künstlich an.<br />
<br />
Auch in anderer Hinsicht hat das erste Kapitel bei mir Erwartungen geweckt, die der Rest des Buches nicht erfüllt hat. Da steigt einer aus, aus der Gesellschaft mit der Begründung, dass nichts irgendeine Bedeutung hat und er deswegen auch nicht zur Schule zu gehen braucht. Er konfrontiert seine Klassenkameraden mit einer, für einen 14 oder 15-jährigen fast unrealistisch scharfen Analyse des Lebens und der Welt, legt die Sinnlosigkeit von gesellschaftlichen Konventionen und Erfolgsdenken blos und lebt seinen radikalen Nihilismus aus. Wow! Das haut erstmal um und lässt gespannt auf das Kommende hoffen. Doch die Geschichte bleibt dann leider auf dem Niveau seiner jugendlichen Kollegen stecken, die das Problem nicht wirklich angehen oder reflektieren.<br />
<br />
Gut, in einem Roman ist keine philosophische Auseinandersetzung zu erwarten, in einem Jugendroman schon zweimal nicht. Von daher muß man Teller gratulieren zu einer spannenden Geschichte, die Jugendliche mit Gedanken konfrontiert, denen sie sonst nicht so ausgesetzt sind. Eine Lösung bietet das Buch nicht, eine Aussage allerdings auch nicht. Die letzte Seite ruiniert das ganze für mich. Und auch vorher wird weder die Problematik des Nihilismus angesprochen (wie lange will Pierre denn überleben mit dieser Einstellung und Lebenspraxis?) noch werden tragfähige Gegenargumente aufgeführt. Nun muß man keines von beidem tun, wenn man jeweils die andere Positions bezieht, aber genau das passiert eben nirgends.<br />
<br />
Die Klasse versucht in einem abstrusen Bemühen, das immer mehr Horror-Charakter bekommt, Dinge zu sammeln, die Bedeutung haben um damit Pierre zu wiederlegen. Wobei das Scheitern dieses Unterfangens von vornherein klar ist, sowohl für mich als Leser, als auch für die Autorin mit ihren unausgesprochenen Zweifeln. Die Schüler gehen einfach sehr naiv an die Sache heran, ohne wirklich darüber nachzudenken. Sie hätten den Vater von Pierre kidnappen sollen, anstatt sich in diese Aktion zu versteigen.<br />
<br />
Ich gebe natürlich zu, dass man das von Jugendlichen nicht unbedingt erwarten kann. Insofern schreibt Teller ein realistisches Buch. Aber gerade Realismus ist abgesehen von der Naivität der Jugendlichen Mangelware. Allein die Tatsache, dass Pierre so einfach die Schule verlassen kann, dass er so gute Argumente hat, dass alle Schüler bis zum bitteren Ende mitmachen, dass das Ergebnis dann Weltruhm erlangt, das sind alles Dinge, die zum Stirnrunzeln auffordern.<br />
<br />
Ich werde also nicht schlau aus diesem Buch. Es behandelt eigentlich nicht das Thema. Ist es also einfach eine Geschichte, die zufällig eben diesen Nihilisten als Thema hat? Aber was ist sie dann, für ein Jugendbuch finde ich es am Ende zu krass. Für einen Psychothriller zu kindlich. Man liest es und fragt sich hinterher, was man da eigentlich gelesen hat. Das ist eine interessante Erfahrung, aber wenn man sie nicht gemacht hat, macht das auch "Nichts".<br />
<br />
PS: Was in jedem Fall überzeugt, ist das Design des Buches! Sollte meins vielleicht mal an Sislak spenden <img src="http://fockner.net/templates/default/img/emoticons/smile.png" alt=":-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /> 
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        <author>
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        <published>2010-08-27T07:58:46Z</published>
        <updated>2010-08-30T20:48:52Z</updated>
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                und dir! Sowohl das Stetoskop, als auch diese Musik im Herzen!<br />
<br />
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        <published>2010-08-23T16:50:02Z</published>
        <updated>2010-08-23T18:43:51Z</updated>
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                <!-- s9ymdb:242 --><img width='110' height='53' style="float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://fockner.net/uploads/image-96183-panoV9free-efcy.serendipityThumb.jpg" alt="" />Eigentlich war "Diktator Steve" ja nur eine provokative Formulierung meinerseits. Aber offensichtlich bemüht sich Steve Jobs mit allen Mitteln, diesen Titel zu rechtfertigen. Jetzt stellt Apple also einen Patentantrag zur potentiellen Totalüberwachung ... tststs.<br />
<br />
<a onclick="javascript: pageTracker._trackPageview('/extlink/www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,713258,00.html');"  href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,713258,00.html" target=_blank">http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,713258,00.html</a> 
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        <published>2010-08-22T06:37:52Z</published>
        <updated>2010-08-25T12:44:24Z</updated>
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        <title type="html">Knock-out für den Herrn</title>
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                Kuriosität mit Grüßen aus dem Urlaub!<br />
<a onclick="javascript: pageTracker._trackPageview('/extlink/www.spiegel.de/video/video-1079486.html');"  href="http://www.spiegel.de/video/video-1079486.html" target="_blank">http://www.spiegel.de/video/video-1079486.html</a><br />
<br />
 
            </div>
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        <published>2010-08-12T17:29:56Z</published>
        <updated>2010-08-13T07:07:28Z</updated>
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        <title type="html">No tomorrow?</title>
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                Vor kurzem hab ich ja für einen Youngsta Artikel recherchiert und dabei auf facebook mal nach Jesus Christus gesucht. Gibts ne ganze Menge an Fan-Seiten, aber auch Leute die sich unter diesem Namen angemeldet haben. Bin jetzt auch <a onclick="javascript: pageTracker._trackPageview('/extlink/www.facebook.com/christusj');"  href="http://www.facebook.com/christusj" target="_blank">mit einem befreundet</a>, weil ich es einfach cool fand, wenn unter Freunde Jesus vorkommt ... Außerdem hab ich jetzt jeden Tag einen geistlichen Spruch auf der Pinnwand und das ist immer noch besser als: XY hat Blähungen - 7 Personen gefällt das - Kommentieren.<br />
<br />
Gestern oder so war da ein Gedanke dabei, der mich irgendwie nicht mehr los gelassen hat. Da hat Christus den Spruch "Lebe heute als wäre es dein letzter Tag" umgedreht oder ad absurdum geführt oder so mit dem Spruch "Lebe heute als gäbe es nie einen letzten Tag". Klingt nicht spektakulär, aber wenn man mal drüber nachdenkt, steckt da viel Tiefe dahinter.<br />
<br />
Normalerweise wird "live like there's not tomorrow" ja so als Inbegriff des bewußten Lebens gesehen. Keine Kompromisse mehr, nichts als das Wesentliche, das Leben voll auskosten. Aber ist das nicht eigentlich mehr ein bewußtes Sterben? Von der Angst vor der Endlichkeit getrieben klammert man sich an jeden Strohalm des Lebens, was sehr oft ja in hedonistische Genußmaximierung ausartet. Und man weiß doch die ganze Zeit warum man es macht: weil es vorbei sein wird. Zufriedenheit, stellt sich so nicht ein. Ist das wirklich das wahre Leben?<br />
<br />
Wäre es nicht viel lebendiger, wenn man das Leben in seiner Fülle voraussetzt? Wenn man nichts tun muß, was man unbedingt noch tun oder erleben wollte. Wenn kein Mangel da ist, der einem zu irgendetwas treibt. Wenn man zufrieden sein kann, ohne das etwas Besonderes war. Wenn man so lebte als gäbe es nie einen letzten Tag. 1000 places to see before you die ist ja so ein Bestseller. Wenn man nicht stirbt, dann gibt es 0 places to see before you die - cause you never die. And there are 100000000 places to see while you continue living.<br />
<br />
Natürlich ist das eine Illusion, wenn man nicht glaubt. Deswegen liest man solche Sprüche auch nur auf der Pinnwand von Jesus, aber ich frage mich ernsthaft, ob nicht auch für Skeptiker und Atheisten, das die entspanntere und gesündere Lebensperspektive wäre??? 
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        <published>2010-08-09T16:25:18Z</published>
        <updated>2010-08-15T19:58:14Z</updated>
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        <title type="html">Die Arroganz des potentiellen Wissens</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <!-- s9ymdb:241 --><img width='110' height='110' style="float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://fockner.net/uploads/helix.serendipityThumb.jpg" alt="" />Augustinus war ja nicht von Kindheit an Christ. Er bekehrte sich als er das Kinderspiel "tolle lege" hörte und daraufhin von einem NT-Text überführt wurde. Bahnbereitend auf seinem Weg zum Glauben war allerdings die Erkenntnis, dass man als Mensch in seinem Leben nicht umhin kommt zu glauben. Die meisten Dinge müssen wir glauben. Dass unsere Mutter z.B. wirklich unsere Mutter ist - Monika war für ihn ja sehr wichtig - kann man nicht überprüfen oder wissen, sondern nur glauben. Der Glaube ist also durchaus vernünftig und wird von jedem praktiziert.<br />
<br />
Letzte Woche habe ich jemand zum Thema Gott sagen hören, er wäre eine Einbildung. Es war ein Naturwissenschaftler der Uni Hohenheim. Als ich so darüber nachgedacht habe fiel mir Augustinus wieder ein und seine Einsicht, dass wir uns Vieles nur einbilden bzw. es glauben, weil wir es gar nicht wissen. Natürlich könnten wir durch die wissenschaftlichen Fortschritte heute viele Dinge herausfinden. So ließe sich zum Beispiel die Frage der Mutterschaft relativ exakt beantworten. Unter Umständen kämen noch Schwestern mit der gleichen Blutgruppe in Frage, wenn ich richtig informiert bin. Aber egal.<br />
<br />
Der Punkt ist, die Möglichkeitsform: wir könnten. Fakt ist, dass 99,9% der Menschen nach wie vor nur glauben, dass ihre Mutter ihre Mutter ist. Niemand hat es überprüft. Aber die Möglichkeit das zu tun, lässt das Argument des Augustinus wie einen alten Hut erscheinen. Und so viele andere Dinge, die für Augustinus noch im Reich des Glaubens waren, scheinen jetzt in den Bereich des Wissens gerückt zu sein. Zumindest für irgendwen. Deswegen wagt sich ein Naturwissenschaftler die Aussage über die Nichtexistenz Gottes mit wissenschaftlicher Sicherheit und Autorität vorzutragen, obwohl er eigentlich keine Ahnung davon hat, es nicht überprüft hat.<br />
<br />
Wir wissen heute ... ja hast du es nachgeprüft? Nein. Aber man könnte es. Beziehungsweise irgendjemand hat es nachgeprüft. Ist es nicht erstaunlich? Das wird einfach so geglaubt. Und die Grenze zwischen Fakt und Fiktion ist dabei fließend. Nehmen wir zum Beispiel das Thema Evolution. Da wissen ganz viele ganz viel. Sicheres Wissen. Je mehr man nachforscht um so mehr Glauben ist da aber dabei. Wenn man jetzt noch die Medien ins Spiel bringt, dann ist es ganz vorbei, dann sind wir mitten in der Informationskrise. Woher hast du denn all dein Wissen? Selbst wenn du versuchst es zu verifizieren? Aus Büchern? Denen glaubst du? Aus dem Fernsehen? Ohoh ... Wer nicht weiß, was ich meine soll sich mal "Wag the dog" anschauen, da wird das auf etwas überzeichnete Weise thematisiert.<br />
<br />
Mir scheint, dass wir heute genausoviel glauben, wie im Mittelalter oder zur Zeit des Augustinus. Allein, wir halten uns für wissend und entwickeln eine Arroganz, die darauf beruht, dass wir es gegebenenfalls sicher herausfinden könnten, wenn wir wollten. Genau diese Arroganz (ist wieder ein glaube) aber stellt sich bei den wenigen, die wirklich wissend sind gar nicht so ein. Je tiefer man in eine Wissenschaft eindringt, desto mehr Fragen kommen auf. Die wahren Experten sind ganz vorsichtig, kommen deswegen aber auch nicht in die Medien.<br />
<br />
Und selbst wenn diese in ihrem Fachbereich alle Antworten hätten, so gälte doch die Erkenntnis des Aristotels in seine Metaphysik: man kann nie alles beweisen, mindestens eine Voraussetzung muß man glauben. Von daher plädiere ich für eine Demut des Unwissens, sowohl in der Theologie, als auch in den Naturwissenschaften! 
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            <name>Sven Fockner</name>
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        <published>2010-08-03T19:34:22Z</published>
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        <title type="html">Aufs falsche Pferd gesetzt?</title>
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                <!-- s9ymdb:240 --><img width='110' height='87' style="float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://fockner.net/uploads/sta.serendipityThumb.png" alt="" />Meine Freikirche unterscheidet sich ja in einigen Punkten von anderen christlichen Denominationen. Historisch gesehen haben die Gründer der STA ihren Auftrag sogar vornehmlich darin gesehen, diese Punkte gegenüber anderen Christen zu betonen. 1888 kam dann die große Wende und die grundlegend christlichen Themen wurden ins Zentrum gerückt. Trotzdem blieben natürlich die uns und nur uns eigenen Erkenntnisse wichtig.<br />
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Besonders in Deutschland wurden wohl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gewisse Tendenzen mit deutscher Gründlichkeit zu Ende geführt, was zu einer sehr einseitigen Form von Glauben und Kirche geführt hat. Nicht zuletzt deswegen wurden und werden wir hier zu lande mehr als komische Sekte gesehen und weniger als christliche Freikirche. In den USA ist das anders.<br />
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Man versteht also die Bemühungen einer ganzen Generation, die Freikirche in Deutschland wieder ins Lot zu bringen und auch die dabei unvermeidliche Pendelbewegung Richtung anderes Extrem. Mit diesen Bemühungen um interne Ausgewogenheit gingen auch Versuche einher nach außen das Bild der verschrobenen Sondergruppe zu revidieren. Im Zuge dieser Anstrengungen wurden unsere Eigenheiten nach innen relativiert und nach außen betont christlich formuliert. Das ist nicht unbedingt schlecht, wenn Relativierung darin besteht, Dinge zum Zentrum des Glaubens - Jesus Christus - in Relation zu setzen und ihnen ihren Stellenwert zuzuweisen.<br />
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<!-- s9ymdb:238 --><img width='110' height='85' style="float: right; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://fockner.net/uploads/islam.serendipityThumb.jpg" alt="" />Auch in der Kommunikation nach außen muß man die Leute ja nicht vor den Kopf stoßen. Mit einer Prophetin haben viele ein Problem, mit Leute die "bis heute von prophetischer Wichtigkeit" sind kommen alle klar. Auch wenn man damit vielleicht nicht das gleiche meint. Toll auch die Formulierung "in geradezu visionärer Schau, sah die Autorin ..." Anyways. Worum es mir geht ist, dass diese Angleichung oder Kontextualisierung ja immer in Richtung des Mainstream-Christentums ging - zumindest bei uns. Unsere Theologen schreiben mit den gleichen Worten wie Karl Barth oder Hans Küng (wer diese deutsch-theologische Sprache kennt, weiß was ich meine) über ihren und unseren Glauben, weil die Christenheit uns dann viel besser versteht. Man betont die Gemeinsamkeiten. Logisch.<br />
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Was ich jetzt so höre und lese, fällt mir allerdings auf, dass diese Richtung, für andere Religionen vielleicht gar nicht so verständlich oder attraktiv ist. So höre ich von Moslems, dass "kein Schweinefleisch, keine Alkohol" voll die Bringer und Türöffner sind. Wie lang haben wir uns bemüht uns abzugewöhnen uns so vorzustellen. <img src="http://fockner.net/templates/default/img/emoticons/smile.png" alt=":-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /> Auch sehr gut kommt das an, was man sich fast nicht mehr zu sagen traut, nämlich dass das NT auch über die Äußerlichkeiten der Frauen etwas zu sagen hat, was in den Anfänge der Freikirche unter dem Stichwort "modesty" bekannt war. Zu deutsch Bescheidenheit, Sittsamkeit oder allgemeiner (weil alle Bereiche des Lebens umfassend): Mäßigkeit.<br />
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Und wenn ich den Bestseller "Eat, Pray, Love" von Elisabeth Gilbert lese, dann sind unsere vorsichtigen Klauseln zwar für eine christliche Theologie gut, die immer noch geduckt geht wegen der Aufklärung. In esoterischen Kreisen käme allerdings ein echter Prophet besser an, als jemand, den man auf die Stufe von Luther rhetorisiert hat.<br />
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<!-- s9ymdb:239 --><img width='110' height='103' style="float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://fockner.net/uploads/om.serendipityThumb.jpg" alt="" />Was ich hier sage, sage ich nicht mit Genugtuung, auch wenn gewisse Kreise vielleicht dankbar sind für jedes Argument gegen die Veränderungen die stattgefunden haben. Ich sage es, weil ich den Eindruck habe, dass das westliche Christentum nicht unbedingt auf der Erfolgsschiene unterwegs ist. Wenn etwas boomt in Deutschland, dann doch eher der Islam, oder ein buddhistisch-hinduistischer Fernost-Glaube. Genau für die, haben wir uns aber gar nicht kontextualisiert. Zumindest nicht hier bei uns. Haben wir aufs falsche Pferd gesetzt? <br />
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Das Problem ist ja, dass ich dem Moslem nix erzählen kann, was in der Realität nicht so ist. Er könnte ja mal vorbeischauen und unsere vielen russlanddeutschen Mädls in ihren Samstags-Outfits sehen und dann ist sein Bild von Christentum=Westen=moralischer Verfall auch schon wieder bestätigt. <img src="http://fockner.net/templates/default/img/emoticons/wink.png" alt=";-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /> Und Elisabeth Gilbert wäre enttäuscht, dass die Frau, die Visionen hatte - wie ihr Guru (auch eine Frau) - gar keine Rolle mehr spielt. Wollen wir also diesen Gruppen unseren Glauben verständlich machen, dann stehen wir glaube ich vor einer Grundsatzentscheidung. Wie genau die aussieht und noch mehr wie man sich entscheiden sollte, kann ich allerdings nicht sagen. 
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        <author>
            <name>Sven Fockner</name>
            <email>nospam@example.com</email>
        </author>
    
        <published>2010-07-30T12:45:13Z</published>
        <updated>2010-08-04T14:58:06Z</updated>
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        <title type="html">Biss zum Abend(b)rot</title>
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                Den hab ich mir selbst ausgedacht. Leider war er wohl so offensichtlich, dass auch die Übersetzer der Twilight-Parodie drauf gekommen sind. Edward genehmigt sich einen Biss zum Abendbrot. <img src="http://fockner.net/templates/default/img/emoticons/tongue.png" alt=":-P" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /><br />
<br />
Bevor ich aber irgendetwas weiteres zum Thema Twilight sage, möchte ich eine Sache von vornherein klar stellen:<br />
<!-- s9ymdb:237 --><img width='500' height='490' style="border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://fockner.net/uploads/tj.jpg" alt="" /> I run with the wolves!<br />
<br />
Okay, jetzt wo die Fronten definiert sind, können wir uns dem <a onclick="javascript: pageTracker._trackPageview('/extlink/www.focus.de/kultur/medien/kultur-biss-fest_aid_526801.html');"  href="http://www.focus.de/kultur/medien/kultur-biss-fest_aid_526801.html" target="_blank">Artikel im Focus</a> zuwenden. Der Autor interpretiert die Biss Romane als Gegenpol zur sexuellen Freizügigkeit, wie sie Teenagern heutzutage normalerweise begegnet. Edward und Bella müssen sich ja körperlich zurück halten, zum einen weil Edward, wenn er die Beherrschung verlieren würde Bella austrinken könnte. Dass er sich (und sie) beherrscht liegt aber auch daran, dass er bis nach der Hochzeit warten möchte. Diese eine Regel möchte er nicht brechen, selbst nachdem klar ist, dass Bella zum Vampir werden wird. Natürlich lässt sich so ein Verhalten heutzutage nicht mehr inhaltlich begründen, sondern nur dadurch, dass Edward eben über 100 Jahre alt ist und damit etwas altmodisch. Aber ist ja auch romantisch, oder?<br />
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Fakt ist, im Vergleich zu den "Wahre Liebe wartet"-Kampagnen evangelikaler Christen kommt Stephenie Meyers Geschichte wesentlich attraktiver rüber. Noch nie war Enthaltsamkeit so sexy! Und sie hat auch noch gut damit verdient. Offensichtlich trifft diese Liebesgeschichte einen Nerv in den Herzen der Mädls (und Jungs?), so wahnsinnig erfolgreich wie sie ist. Klar, Edward ist nicht nur keusch, er ist auch ein Gentleman der alten Schule und gleichzeitig eine Art Schutzengel. Sowohl Edward als auch Jacob wollen ja vor allem eins: nicht Bella flach legen, sondern sie beschützen. Dazu der Focus:<br />
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<blockquote><em>Mag es Generationen zuvor Fantasien und Träume vom wilden Leben und von frühem Sex gegeben haben, von Drugs, Rock ´n´ Roll und Exzess, so sind sie längst von der Realität eingeholt worden. In dieser Situation nun kommt eine Buch- und Filmreihe daher, die eine umgekehrte Parallelwelt entwirft. Die Fantasy wird ein Ort des Versäumten und Verdrängten: Romantik und Zärtlichkeit, das Zelebrieren und Ritualisieren der Erwartung – und nicht zuletzt das Traumbild einer intakten Großfamilie, in der nicht etwa die Heldin, sondern der Vampir lebt.</em><br />
Aus "Biss-Fest", Focus Magazin, Ausgabe Nr. 27/2010, S.68</blockquote><br />
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Anscheinend ist dieses Ideal von der Autorin durchaus bewußt gezeichnet. Stephenie Meyer ist - was ich nicht wußte - Mormonin und die Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage legt ja großen Wert auf <a onclick="javascript: pageTracker._trackPageview('/extlink/www.kirche-jesu-christi.org/familie-und-tempel/familie/ewige-ehe.mormonen.html');"  href="http://www.kirche-jesu-christi.org/familie-und-tempel/familie/ewige-ehe.mormonen.html" target="_blank">Ehe und Familie</a>. Auch hat Meyer für Promotionaktionen zu den Filmen die Verwendung von Kunstblut und die Zusammenarbeit mit Modefirmen deren Produkte schulterfrei sind untersagt. <br />
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Also alle Teenies zum Twilight-lesen verpflichten um sie mit positiven Moralvorstellungen zu versorgen? Wohl kaum, denn abgesehen von der Enthaltsamkeit der Protagonisten ist die ganze Geschichte so haarsträubend masochistisch, dass man keinem Teenager wünscht das Spiel in irgendeiner Rolle nacherleben zu müssen. Anstatt vernünftige Entscheidungen zu fördern, propagiert die Geschichte den totalen Schwachsinn im Namen der ewigen Liebe. Als Edward in einem Anfall von Reife (mit 109 Jahren auch nicht verfrüht) aus Bellas Leben verschwindet, erklärt Meyer den Mädls wie man, wenn man ihn wirklich geliebt hat mit sowas umgeht: den Kontakt zu allen Freunden abbrechen, Monate lang depressiv im Zimmer sitzen, sein Leben riskieren und sich nur erholen, wenn man sich in den nächsten unsterblich verliebt. Danke! Solche Ideale brauchen wir. <br />
<br />
Genau an diesem Punkt, als einem Happy End mit dem Werwolf nichts mehr im Wege steht, kommt Edward zurück ins Geschehen, bzw. Bella holt ihn zurück: weil man das Schicksal nicht verhindern kann. Fazit von Edward: Er hat ja versucht zu gehen, aber das hätte sie beide beinah umgebracht, also bleibt er. So quälen sich von nun an Bella und Jacob gegenseitig mit ihrer Liebe für die Jacob kämpfen wird bis irgendwer aufhört zu atmen ... Als dann die Verhältnisse endlich klar sind und alle wissen, dass Edward und Bella heiraten werden, was Bella natürlich verheimlicht weil sie ja auch Jacob liebt, verhindert Bella die Entwirrung der Situation indem sie Jacob küsst um ihn nicht zu verlieren. Was soll denn die Sch ...? Dem einen gibt sie ihr Ja-Wort, den anderen will sie nicht verlieren? Es muß bessere Wege geben als solche Geschichten um den Jugendlichen heute Werte zu vermitteln.<br />
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            <name>Sven Fockner</name>
            <email>nospam@example.com</email>
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        <published>2010-07-23T15:01:06Z</published>
        <updated>2010-07-23T15:19:26Z</updated>
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        <title type="html">Die Diskussionen ähneln sich</title>
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                So titelt die <a onclick="javascript: pageTracker._trackPageview('/extlink/www.domradio.de/aktuell/65972/die-diskussionen-aehneln-sich.html');"  href="http://www.domradio.de/aktuell/65972/die-diskussionen-aehneln-sich.html" target="_blank">Website domradio.de</a> (Erzbistum Köln) ihren Bericht über die Tagung des Lutherischen Weltbunds diese Woche in Stuttgart. Es wird im folgenden Artikel nicht ganz klar, welche Diskussionen sich ähneln. Wen ich jedoch die Themen betrachte, die in diesem Zusammenhang besprochen werden (auch in der <a onclick="javascript: pageTracker._trackPageview('/extlink/www.faz.net/s/RubC4DEC11C008142959199A04A6FD8EC44/Doc~E2DE8EB071C104B3E96C2D3B299025ADD~ATpl~Ecommon~Scontent.html');"  href="http://www.faz.net/s/RubC4DEC11C008142959199A04A6FD8EC44/Doc~E2DE8EB071C104B3E96C2D3B299025ADD~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">FAZ</a>) so kann ich nicht anders als zuzustimmen: Homosexualität und Frauenordination. Beides Themen, die nicht auf der Tagesordnung stehen, aber trotzdem diskutiert werden. Erinnert mich stark an die Vollversammlung der Adventisten vor wenigen Wochen in Atlanta. Die Diskussionen ähneln sich. <br />
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Auch dort standen diese Themen nicht auf der Tagesordnung, waren aber doch im Gespräch, wurden eingebracht und sorgten für Diskussion - wenn auch auf einer anderen Ebene als beim LWB. Auch die Frage des Einflusses der Afrikanischen Christen spielte in diesem Zusammenhang in Atlanta eine ähnliche Rolle wie in Stuttgart. Fand ich interessant. Ich dachte (und hab das ja auch kürzlich geschrieben), dass die Frauenordination bei den Lutheranern abgehakt wäre. Aber eigentlich ist es nur logisch, dass es hier die gleichen kulturellen Spannungen gibt. 
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