Mittwoch, 16. Juni 2010
Heute ist der letzte Tag, an dem man die Petition auf straffreiheit für häuslichen Unterricht mitzeichnen kann. Wenn du es bisher aufgeschoben hast, dann mach es jetzt, oder nie!
Montag, 24. Mai 2010
Vor einiger Zeit hatten wir hier anläßlich einer österreichischen Fernsehsendung die Diskussion über Heimschule (Homeschooling) oder häuslichen Unterricht. In Österreich und den USA erlaubt, in Deutschland verboten und mit deutscher Gründlichkeit wird dieses Verbot auch umgesetzt.
Das Problem an der Sache ist, dass die Verfechter bisher immer religiöse Fanatiker waren, die ihre Kinder vor Evolutionslehre oder Aufklärungsunterricht schützen wollen. Dabei sprechen ganz andere Gründe für häuslichen Unterricht. Es geht nicht um eine Veränderung der Lerninhalte, sondern der Lernform. Die Inhalte sollen ruhig, wie in Österreich, am Ende des Schuljahres abgeprüft werden. Das Grundgesetzt garantiert ein Recht auf Bildung. Aber eine Verpflichtung für alle Kinder mit dreißig anderen sechs bis zehn Stunden am Tag Frontalunterricht von frustrierten Lehrern zu ertragen, ist im Grundgesetz nicht verankert.
Deswegen ist es eine einmalige Chance, dass jetzt eine Petition an den deutschen Bundestag gerichtet wird, mit intelligenter Begründung. Die Gerichte haben da bisher immer auf stur geschaltet, deswegen muß sich wohl an der Rechtslage erst etwas ändern, sprich der Bundestag ein entsprechendes Gesetz verabschieden. Die Petition will genau das. Sie läuft nur noch bis zum 16.6. und jede Stimme zählt. Deswegen registrier dich jetzt hier und klicke dann auf diesen Link. Man muß nicht Deutscher sein, oder in Deutschland wohnen um das zu tun! Jeder kann mitmachen. Jeder wird gebraucht. Die Überschrift dieses Beitrags ist kein Witz. Ich mein es echt so. Bitte unterzeichne und sag es dann weiter. Du kannst unten auf den Facebook-Button klicken oder diesen Beitrag mailen. Oder sonst was. Danke!
Montag, 12. Oktober 2009
Tim Kimmel schreibt in seinem Buch "Grace Based Parenting", dass man als Eltern sehr aufpassen muß, um Kinder nicht für etwas zu disziplinieren, was nicht moralisch falsch ist, sondern lediglich nicht der eigenen Persönlichkeit entspricht. Hört sich auf den ersten "Blick" ganz logisch und einfach an, aber in der Praxis verwechselt man doch sehr oft das was einen nur nervt mit dem was wirklich falsch ist. Wenn jemand lügt, dann regt das auf. Wenn jemand Lärm macht, regt das unter Umständen auch auf, aber man darf eigentlich nicht gleich reagieren, denn leise sein ist keine moralsiche Tugend.
Diesen Samstag bei der Vereinigungskonferenz hab ich meiner Frau und anderen bei der Betreuung der 9-11 jährigen geholfen. Sie hatten wirklich ein tolles Programm zusammengestellt und nach einer Anspiel- Videopräsentation das gelernte in ein Spiel umgesetzt. Die Gruppen mußten verschiedene Punkte anlaufen und damit sie sich nicht verlieren unter all den kreuz- und querlaufenden Kindern hatten wir Seile zu Ringen geknotet an denen sie sich mit einer Hand festhalten sollten. Jetzt gab es solche, die sind als Gruppe ganz eifrig von Postion zu Position gelaufen, immer brav zusammen am Seil. Dann gab es Gruppen, die kamen Stück für Stück an der Station eingetröpfelt und die vorletzte Person schleifte das Seil hinter sich her. Und es gab eine Gruppe die haben das Seil verloren und spielten auf dem Gang mit Gummibällen.
Ich bin als leichter Perfektionist geneigt für die perfekte Umsetzung des ausgearbeiteten Spieles sorgen zu wollen. Wenn da so zwei Jungs einfach nicht mitmachen und sich nicht an die Regeln halten regt mich das schon ziemlich auf und die Kinder sind mir unsympatisch. Aber es gibt eigentlich keinerlei moralische Verpflichtung mitzuspielen - wahrscheinlich waren die Jungs nichtmal freiwillig da. Sie sind einfach vom Temperament oder der Persönlichkeit nicht so angepasst wie vielleicht andere Kinder. Aber darf und soll man sie dafür disziplinieren? Oder, wenn man dazu weder die Authorität oder den Mut hat, sie nachher beim Austeilen der Müsliriegel zu benachteiligen? Hab ich eh nicht gemacht!
Im Buch "Die Hütte" sagt Gott zu Mack, dass er ihn besonders gern hat. Später hört Mack Gott das gleiche über seine Frau sagen. Als noch eine dritte Person dieses Prädikat bekommt, fragt Mack, ob es irgendeinen Menschen gibt, den Gott nicht besonders gern hat. Gott überlegt kurz und sagt dann, dass ihm im Moment niemand einfällt. Genau das habe ich mir versucht an diesem Wochenende bewußt zu machen. All diese Kinder sind wertvoll, unabhängig davon ob sie so spielen wie ich es möchte. Vor allem weil ich früher auch nie so gespielt habe wie die Kindersabbatschultanten es wollten.
Dienstag, 17. Februar 2009
 Vor kurzem hab ich ja hier auf dem Blog Ben Carson erwähnt. Er schilder ja in seinem Buch "Begnadete Hände" wie er mit Gottes Hilfe aus dem Ghetto an die medizinische Weltspitze kam. Wenn es eine Sache gibt, die ihm dabei hilfreich war, dann war es das Lesen - eine Fähigkeit, die heute höchstens noch bei Germanisten oder Philosphen als Kernkompetenz gilt (so neulich ein paar Professoren im SWR2 Forum).
Diesen Sommer habe ich auf der Jugendfreizeit erlebt, wie wenig Eigeninteresse für Bücher bei vielen Jugendlichen vorhanden ist. Für mich als Pastor ist das ein Problem - nicht nur weil ich glaube, dass Lesen bessere Menschen macht, sondern vor allem, weil das grundlegende Dokument unseres Glaubens ein Buch ist und das wird sich auch nicht ändern. Wir werden die Offenbarung Gottes nicht komplett verfilmen können oder in PowerPoint Präsentationen umwandeln. Ein Christ muß lesen!
Was ich letzten Sommer aber auch gemerkt habe war, dass die Leute durchaus bereit sind sich auf das Experiment "Lesen" einzulassen und begeistert zu werden. Die Klappbox voller guter christlicher Bücher die Judith und ich dabei hatten war in der zweiten Hälfte der Freizeit richtig gut frequentiert. Das hat mich ermutigt mich mit Kai zusammen zu tun (wer hier ab und zu mal die Links abcheckt, der kennt sein Projekt www.motivationlesen.de schon). Was wir ins Leben gerufen haben möchte ich euch kurz vorstellen.
"Lesemotivation" vollständig lesen
Montag, 28. Juli 2008
Ab heute sind wir im Urlaub: Malediven! Lastlastlast minute. Erst am Freitag gebucht. Endlich wieder tauchen!!!
Nur kein Neid, wir haben es uns verdient. Außerdem werde ich die Zeit dort natürlich auch nutzen um etwas zu lesen - mich zu bilden. Zum einen habe ich mir die Hitler Biographie von J.C. Fest mitgenommen und dann noch einige Bücher über Physik, die ich teilweise auch hier im Blog erwähnt habe. Vielleicht mehr dazu wenn ich zurück bin. Vielleicht, es soll ja kein Lesestress aufkommen!
Für euch Zurückgebliebene  gibt es zwei Möglichkeiten die Blogpause zu nutzen. Entweder ihr schaut in das Archiv nach alten Posts die ihr noch nicht kennt, oder ihr nutzt die absolut fantastische Möglichkeit euch ebenfalls zu bilden - und zwar auf höchstem Niveau! Alles was ihr dazu braucht sind Neugierde, Englischkenntnisse und ein Flatrate. Das Massachusetts Institute of Technology (sollte jedem was sagen, oder?!) hat inzwischen eine große Anzahl an Kursen als Video oder Audio verfügbar. Man kann also ohne etwas von den horrenden US Studiengebühren zu bezahlen einfach mal einen Kurs auf dem MIT belegen. Das war bisher nur einigen superschlauen oder superreichen vorbehalten.
Ob man sich jetzt den Kurs (bzw. Teile davon) " Media, Education and the Marketplace" reinzieht oder die schon l egendären Physikkurse (von einfach bis fortgeschritten) von Walter Lewin anschaut - es sollte für jeden etwas dabei sein und interessant ist es auf alle Fälle. Wem die MIT-Website zu umständlich ist, der kann auch ihren Youtube Channel durchforsten. Da gibts alles was auch auf der Website angeboten wird. Mehr als genug um Bildungsurlaub zu machen bis blockner :: wieder zurück ist.
Mittwoch, 2. Juli 2008
Bernard Stiegler vertritt in seinem Buch "Die Logik der Sorge: Verrat an der Aufklärung durch Technik und Medien" die These, dass die Aufmerksamkeitstechnik der modernen Medien, die zugegebener Maßen zu 99% in der Hand der Industrie sind, Menschen aus Profitgier weit mehr schadet als nützt. Ein Auszug aus dem Buch war gestern auf SPON zu lesen. Um ehrlich zu sein hab ich nicht alles verstanden, aber hier ein Zitat das seine interessante These einfach zusammenfasst:
"Umkehrung der Aufklärung" vollständig lesen
Sonntag, 17. Februar 2008
In Schleswig-Holstein wird ein neues Unterrichtsfach eingeführt: Gesundheit und Ernährung. Angesichts der Fettleibigkeitsepidemie sicherlich höchste Zeit. Als ich davon gelesen habe mußte ich natürlich an die Schüler in Bogi denken, die auch ein Jahr lang kochen gelernt haben - oft waren sie nicht so begeistert von ihren eigenen Ergebnissen. Nichts desto trotz ein sehr gutes Fach besonders in Kombination mit dem Fach Gesundheitserziehung. Von daher also Hut ab vor dieser Weitsichtigkeit. Vielleicht werden die Leute in Österreich auch bald nach Bogi pilgern wie die Deutschen zu der erwähnten Musterschule ...
Donnerstag, 24. Januar 2008
 Wie viele andere Theologiestudenten erinnere ich mich nur zu gut an sie ... diese gemütlichen Stunden in Heinz Schaidingers Wohnzimmer zwischen Celli und Bücherregalen. Wir saßen auf den Couchs und am Boden verstreut, zwischen uns Kater Amadeus und vor uns neben seinem Röhrenverstärker stand der Meister und versuchte uns einen Ein- und Überblick in und über die Musik zu geben, die älter als 50 Jahre war.
Und obwohl wir uns alle fleißig seine Beispiele in den Laptop gerippt haben, kann denke ich keiner von uns sagen, dass er dort angekommen wäre wo er gerne hinwollte (bis auf die die schon dort waren - gell Chris). Zu drohend waren die Anforderungen der anderen Kurse, zu zeitintensiv der Lesebericht und vielleicht auch zu locker-österreichisch der Dozent. Aber wahrscheinlich hat er sich gedacht was ich mir immer auf Kinderlagern denke: Ich kann nicht in ein paar Stunden das erreichen was eigentlich eine ganze Kindheit in Anspruch nimmt. Ich bin ihm auch wirklich dankbar dafür, denn gerade ich erkenne doch, selbst Jahre nach Ende meiner Rockmusikerlaufbahn (Karriere wäre übertrieben), den Unterschied zwischen Jimi Hendrix und Stevie Ray Vaughan immer noch leichter als den zwischen Händel und Bach.
Was mich jetzt wieder an diese Kurse erinnert hat war die CD-Box "Musik: alles, was man hören muss" die eigentlich nicht viel mit dem vor wenigen Jahren verstorbenen Autor Dietrich Schwanitz zu tun hat. Einige kennen vielleicht seinen Bestseller Bildung: alles, was man wissen muß. Er hat gerade als Hörbuch Judith und mir schon auf vielen Autofahrten die Zeit vertrieben. Auf den CDs über Musik ist allerdings nichts von seinem Buch zu hören. Das Booklet druckt hilfreicherweise das Kapitel über Musik ab, auf den 10 CDs ist jedoch ausschließlich Musik und zwar - das ist der Clou bei der Sache - chronologisch geordnet. Von der Gregorianik bis zur Neuzeit. Dazu eine CD über Amerikanische Komponisten und Jazz.
Das tolle ist, dass man jetzt endlich anhand der Trackliste auf der Rückseite der CD-Hülle sofort weiß in welche Jahrhundert und welcher Epoche man sich befindet. Auf einmal merkt man, wie eine Epoche in die andere übergeht und man kann auch einige der Beispiele von damals (z.B. die so beliebte "Diaspora Sefardi" von Jordi Savall) zeitlich einordnen. Mit dieser CD-Box hat man also nicht einfach nur einige Stücke aus jeder Epoche der Musikgeschichte zuhause, nein man lernt auch ungemein viel - zumindest als Laie wie ich. Sehr empfehlenswert kann ich nur sagen. Vielleicht sogar die Chance die damals geweckte Neugier in systematisches Wissen, Verstehen und Genuß (was oft in dieser Reihenfolge kommt [Erkennen statt Ekstase]) zu verwandeln.
Mittwoch, 9. Januar 2008
Vor kurzem hab ich gehört, dass man Kindern jüngeren Alters, also so bis 6 oder 7, nicht so viele Wundergeschichten aus der Bibel erzählen sollte, da Kinder sowieso schon in einer Wunderwelt der Märchen leben und für sie ohnehin alles voller Wunder ist und sie deswegen dann die Wundergeschichten mit den Märchen in ein Kategorie stecken. Das führt dann dazu, dass sie wenn sie älter werden mit dem Märchen vielleicht auch den Glauben an die Wunder der Bibel über Bord werfen. Daran ist sicher viel Wahres, doch kann ich mich erinnern, dass Christen vor noch gar nicht allzu langer Zeit ihren Kindern deswegen keine Märchen erzählt haben. Sie wollten damit verhindern dass die Kinder die Geschichten der Bibel mit der Phantasie vermischen. Heute sind die Märchen oder Phantasieerzählungen offensichtlich schon so zum Standard geworden, dass ein Weglassen in der Kindererziehung unmöglich scheint. Folglich muß man eben mit den Bibelgeschichten warten, bis die Kinder aus dem Alter raus sind. Die Erkenntnis des Problems ist die Gleiche, nur die Lösung ist jetzt Gegenteilig. So ändern sich die Zeiten!
(Das Problem an der Sache ist nur, dass Gott selbst und das Übernatürliche im Allgemeinen sich eben einfach so schlecht wunderfrei machen lassen - also mit Gott auch warten bis zur Pubertät???).
Mittwoch, 28. November 2007
 Als ich gestern so eine Massenmail bekommen habe, die mich vor einem Film warnte der bald in die Kinos kommen wird, hab ich mir gedacht: das betrifft mich sowieso nicht, das Leben ist so spannend, dass ich Fiktion nur in Ausnahmefällen konsumiere. Jetzt scheint die Sache allerdings auch bei uns relativ groß zu werden und da dachte ich, ich gebe die Infos über "Der golden Kompass" doch mal weiter.
"Killing God" vollständig lesen
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