... würde ich gerne. Gerade habe ich in GEO kompakt gelesen, dass Alexander von Humboldt wohl der letzte war, der versucht hat die Erde (und später das Universum) als Ganzes zu erforschen und zu beschreiben. Inzwischen hat das Wissen derart zugenommen, dass man ein ganzes Leben braucht um nur einen Fachbereich wirklich zu ergründen.
Die Pansophie eines Comenius, von der wir im Studium noch geträumt haben, ist wohl Utopie geworden. Trotzdem - oder eben deswegen - war ich sehr beeindruckt, als ich gestern morgen im Auto einen Vortrag von Prof. Max Otte zum Thema Informationscrash hörte. Der gute Mann hat seinen Doktor in Princeton gemacht und 2006 bereits ein Buch über die bevorstehende Wirtschaftskrise geschrieben. Hört sich gut an.
In seinem Beitrag auf SWR2 sprach er nun über die fatale Informationssituation in der wir uns im 21. Jhdt befinden. Mit ganz wenigen Ausnahmen, muß Information heute Geld bringen. Das Problem ist klar, eine Sensationalisierung der Meldungen um die wertvolle Aufmerksamkeit der Konsumenten zu erregen. Beeindruckend an Ottes Ausführungen war die Weite der Betrachtungsweise. Von Google Algorithmen über konkurrierende Gesellschaftstheorien, bis hin zur politischen Verantwortung in der sozialen Marktwirtschaft entwirft er ein Bild, das Sinn zu machen scheint, ohne allzu reduziert daher zu kommen.
Ich empfehle euch darum, den Beitrag runterzuladen und anzuhören. Für mich hat sich dadurch echt der Horizont erweitert und ich zahle jetzt mit Begeisterung GEZ-Gebühren! Wer will kann natürlich auch das Buch dazu lesen. Viel Spaß!
Gib deine e-mail Adresse! Du bekommst zwar dann mails von Amnesty, aber ihre unssubscribe-links funktionieren tatsächlich. Und das ist wohl ein kleiner Preis für die Freiheit eines Menschen!
Kopenhagen ist vorbei und die Führenden Politiker dieses Planeten haben sich auf ein Papier geeinigt, über dass jeder Gemeindeausschuß lächeln würde, weil es völlig unkonkret und in keiner Weise bindend ist. Wenn man sowas macht, dann weiß eigentlich jeder, dass es nicht passieren wird. Enttäuschend! Zum Ausrasten! Warum bringen die Leute das nicht hin? Offensichtlich gibt es in den Ländern der beteiligten Politiker immer noch massive Kräfte, denen die Umwelt egal ist. Wer sind diese Leute? Egoistische Industriebosse? Ungebildete Hinterwäldler? Fanatische Verschwörungstheoretiker? Am Ende wohl Ersteres. Unglaublich!?
Ich mein wie können China keinen Vorwurf machen - auch wenn mich diese Arroganz extrem aufregt - immerhin haben wir es uns gutgehen lassen auf Kosten der Umwelt und jetzt wollen wir die Umwelt schützen, dabei unseren Lebensstandard aber auf jeden Fall beibehalten und zeigen mit dem Finger auf sie, weil sie dahin kommen wollen wo wir sind. Keiner von uns würde wahrscheinlich an ihrer Stelle anders handeln. Sind am Ende gar wir selbst, die gebildeten Umweltbewußten Heuchler der Grund für das Scheitern von Kopenhagen? Geht es uns nicht am Ende auch nur um uns? Haben wir unseren Politikern nicht klar genug gesagt, was wir wollen. Wollen wir es überhaupt?
Fakt ist, nicht nur die Chinesen und Amerikaner müssen zurückstecken, auch wir. Wir können nicht das Klima retten und so weiterleben wie bisher. Und damit meine ich nicht die Energiesparbirne. Damit meine ich, dass wir unseren Lebensstil grundsätzlich überdenken müssen, unsere Mobilitäts-gewohnheiten, unsere Haushaltstechnik, die Größe unserer Häuser und Wohnungen usw. Wer da nicht bereit ist Abstriche zu machen, der darf wohl auch nicht den ersten Stein auf die Politiker werfen. Oder wäre es ihre Pflicht gewesen, uns zu unserem GLück zu zwingen - auf Kosten ihrer politischen Karriere? Schön wär's gewesen! Hier ein Video zum Thema (Danke Olli).
Wake up - Freak out
Es ist wesentlich später als du denkst! Es geht nicht mehr nur um Eisbären. Leo Murray beschreibt die größte Aufgabe der Menschheit: die Vermeidung einer unaufhaltsamen Erderwärmung.
Das werden jetzt wohl nur die verstehen, die schon richtig lange auf fockner.net schauen. Damals, noch im alten Layout von Amerika aus, habe ich mal über Abu Omar geschrieben. Einen Italienischen Moslem, der vom nach dem 11.September vom CIA entführt und in Ägypten gefoltert wurde. Immer wieder hab ich über die letzten Jahre an ihn gedacht und war frustriert, dass sein Bericht in den Medien zwar verbreitet wurde, aber am Ende nichts geändert hat.
Jetzt sehe ich heute zufällig diese Meldung auf SPON und damit ist der Tag gerettet. Wie cool ist denn dieser Staatsanwalt? Das muß eigentlich verfilmt werden! Fängt mit einer Handyliste an und hat nach Jahren eine Verurteilung von 25 Agenten erreicht. Amen! Justice for all!
Klar, die Leute sind längst weg und werden ihre Strafe nie antreten. Auch das Geld wird Omar nicht für die schreckliche Folter entschädigen. Aber immerhin hat hier dieses kleine korrupte Berlusconi Land ein Hammer-Zeichen gesetzt. Sie haben dem Riesen auf die Finger geschlagen und gesagt, was geht und was nicht. Und wir, über deren Land all diese Transporte gelaufen sind (Ramstein) haben wir das schon gemacht?
Ich bin auf alle Fälle zutiefst zufrieden. Man kann eben doch nicht machen was man will und kommt damit davon. Die Welt wird durch dieses Urteil nicht besser, aber sie ist ein kleines Stück gerechter geworden.
In wenigen Tagen wird Barack Obama als neuer President vereidigt. Wird er den Wechsel bringen, den er im Wahlkampf versprochen hat? Sicher wäre es naiv zu denken er würde jetzt die Welt retten. Aber nichts desto trotz kann man ihn ja beim Wort nehmen und vielleicht etwas Positives rausschinden. Amnesty International versucht das gerade. Sie haben ihm eine Menschenrechtscheckliste zusammengestellt, die er in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit erfüllen soll.
Natürlich funktioniert sowas nur, wenn genug Leute davon wissen. Darum dieser Eintrag auf blockner :: und natürlich gleichzeitig die Aufforderung sich auf der Liste einzutragen. Sign now!
Obama ist Präsident. Der mächtigste Mann der Welt. Soll man sich freuen? Immer wieder hat man von sogenannten Experten gehört die sagen, dass sie keinen der beiden Kandidaten wählen würden, weil sie beide nicht gut sind. Oder dass nicht viel Unterschied zwischen ihnen sein wird. Trotzdem bin ich froh einfach weil es kein Republikaner geworden ist. Das wäre nach Bush echt ein Schlag für mein Weltbild gewesen (schon die Wiederwahl vor vier Jahren war hart). Auch wirkt Obama gebildeter und sensibler oder weltoffener. Ich hoffe das ist nicht nur Wahlkampfgetue gewesen - aber da er zum einen ja Schwarzer ist und zum anderen nicht wegen seinem Vater in die Elite-Uni gekommen ist hoffe ich doch auf eine bessere Zukunft. Wobei natürlich schon die Verschwörungs-e-mails kursieren über die kryptischen Worte von seinem Vize. Aber selbst eine Erfüllung dieser Erwartungen wäre eine bessere Zukunft, weil wir dann näher an der Wiederkunft wären.
Eigentlich wollte ich es ja nicht schreiben, weil ich das Gleiche grade erst über Reinhard Mey gesagt hatte, aber jetzt hab ich schon mit so vielen Leuten gesprochen die meine Gedanken auch hatten. Also: Obama ist einfach ein guter Redner und er wurde schon oft mit dem Messias verglichen. Neulich sagte er in einer Rede scherzhaft: "Im Gegensatz zur öffentlichen Meinung wurde ich nicht in einem Stall geboren. Ursprünglich komme ich von Krypton." Auch seine Rede zum Vatertag war wirklich mehr eine Predigt. Als er jetzt in Chicago die Wahl angenommen hat, seine "acceptance speech", hat mich das wirklich stark an einen Gottesdienst erinnert. Wie er das Leben der 106-jährigen Frau durchgeht und immer das "yes we can" bringt und die Menschen es wiederholen. Call and Response. Gottesdienst. Ein sehr bewegender Moment.
Aber wieder: ist sowas nicht manipulativ? Glaubt er wirklich daran oder ist es nur ein Slogan? Halten kann er es doch auf keinen Fall. Hat er ja auch selbst gesagt, dass es nicht in ein oder zwei Jahren machbar ist, vielleicht nichtmal in der ersten Wahlperiode. Trotzdem sagt er es und es reißt die Menschen mit, weil sie hoffen wollen, weil sie Teil etwas Großen, Sinnvollen sein wollen. Darf man das? Darf ich es? Darf man es nur, wenn man selbst daran glaubt?
Schaut es euch mal an. Im erweiterten Eintrag ist es eingebettet
Eines der Erfolgsgeheimnisse des Christentums, so pflegte er zu sagen, liege in der Unabgänderlichkeit seiner Dogmen, und Hitlers "katholisches" Temperament wird selten greifbarer als in seinem Vertrauen auf den Halt starrer, unwandelbarer Formeln. Es komme einzig auf einen plitischen Glauben an, "um den die ganze Welt sich im Kreise dreht", äußerte er gelegentlich, ein Programm könne "noch so blödsinnig sein, in der Festigkeit, in der es vertreten wird, liegt die Ursache zum Geglaubtwerden".
"Hitler" Band II S. 340 (Text in Anführungszeichen ist O-Ton Hitler)
Vor kurzem kam im Adventverlag das Buch "Von Hollywood zum Himmel" heraus. Es erzählt die Lebensgeschichte von Steve Wohlberg, der jetzt der Leiter von White Horse Media ist. Eben dieser Steve Wohlberg wurde jetzt eingeladen bei einem Gebetsfrühstück im Pentagon zu sprechen. Hier sein Bericht: